Sehenswertes

Der Raum weist ein hohes Maß an Sehenswürdigkeiten im Bereich der sakralen Kunst, an Wallfahrtskirchen und Bildsstöcken auf. Auch Künstler wie Hans Malzer haben vor Ort gewirkt. Und auch die Topographie und häufig noch kleinteiligen Verzahnung von Besiedlung, Wald, Acker und Grünland sind charakteristisch für die landschaftliche Eigenart und bestimmen die Schönheit des Raumes.

SAKRALE KUNST

„St. Thekla“ in Welden

Die Votivkirche St. Thekla (Votiv von lat. votum = gelobtes Opfer, Gelübde) thront seitlich eines mittelalterlichen Burgstalls weithin sichtbar über dem Markt Welden. Der bedeutende Rokokobau Hans Adam Dossenbergers entstand in kürzester Zeit von 1756 bis 1758 und muss als das wohl bedeutendste Kulturgut im ganzen Holzwinkel angesehen werden. Der Stifter des Gotteshauses,  Graf Joseph Maria Fugger von Wellenburg, liegt hier auch begraben. Ein Votivbild in der Kirche zeigt einen Blutsturz des Grafen, den er 1755 auf der Jagd erlitten haben soll. An die Kirche gliederte sich ursprünglich ein kleines Jagdschloss an, das 1845 abgerissen wurde. Die Kirche befindet sich seit 1913 im Besitz der Fuggerschen Stiftungsadministration. Von 1919 bis 1931 entstand hier ein kleines Kloster der Karmelitinnen. Seit 1929 dient St. Thekla diesem Orden als Klosterkirche.

 

Pfarrkirche "Mariä Verkündigung" in Welden

Die Pfarrkirche ist, nach der Wallfahrtskirche St. Thekla, der wohl wertvollste Kunstschatz Weldens. Sehenswert ist das große Deckengemälde, einem Fresko von Matthäus Günther, das 1733 gefertigt wurde. Der Kirchenbau selber geht bis in die romanische Zeit zurück, Fundamente von Chor und Turm zeugen davon. Apropos: Turm! Hier schlägt eine der ältesten Glocken des Landkreises, sie wird in die Zeit um 1250 datiert.

 

Autobahnkirche „Maria - Schutz der Reisenden“ an der A8 bei Adelsried

Die Entwicklung hin zu einer automobilen Gesellschaft warf in den 1950ger Jahren für die Familie Haindl verschiedene Fragen auf, auch die der Seelsorge in einer schnelllebigen Zeit. Georg und Marie Luise Haindl stifteten daher die Autobahnkirche Adelsried, die als erste Autobahnkirche Deutschlands 1958 geweiht und ihrer Bestimmung übergeben wurde. Dass sie damit ein Bedürfnis der Zeit erkannt haben, zeigen die über 30 weiteren Autobahnkapellen und –kirchen, die in der Folgezeit gebaut wurden.

Geplant und konzipiert wurde die Autobahnkirche 1955 - 1958 von Architekt Freiherr Raimund von Doblhoff (1914 - 1993). Rein formal knüpft sie an den Bautyp gotischer Wegekapellen an. Das äußere Erscheinungsbild des einfachen Giebelbaus wird durch seinen spitzgiebligen Dachreiter bestimmt, der im Osten den Altarraum überragt. Die Verglasung der Fronten verleiht der Kirche eine luftige Leichtigkeit und ermöglicht den Blickkontakt zum vorbeirollenden Verkehr auf der Autobahn. Über dem durch Stufen erhöhten Altar schwebt ein gotisches Kruzifix (14.Jh.) mit einem 3 Meter hohen Korpus. Mit ihrem großen Raum bietet die Autobahnkirche einen Ort der Ruhe und der Besinnung in einer schnelllebigen Zeit. Heilige Messen finden an Sonntagen sowie kirchlichen Feiertagen jeweils um 8:00 Uhr, 10:00 Uhr sowie 18:00 Uhr statt. Sie sind herzlich dazu eingeladen, etwas Ruhe und Kraft „mit auf den Weg zu nehmen“.

 

Pfarrhof Altenmünster

Der Pfarrhof in Altenmünster wurde bereits im Jahr 1602 erbaut und ist damit der älteste Pfarrhof im Zusamtal.

 

Wallfahrtskirche St. Michael in Violau

Die Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Michael aus dem Jahre 1620 zählt zu den künstlerisch sehr bedeutsamen Bauten im Raum Augsburg. Die Wallfahrtskirche enthält zwei Gnadenbilder: Das Gnadenbild der Schmerzhaften Muttergottes, auf die auch der Ortsname zurückgeht: „Veilchenau“ verweist auf den Titel „Veilchen der Güte und Milde“ für die Gottesmutter.  Das zweite Gnadenbild Johanneshaupt, eine Holzplastik um 1500, zeigt das Haupt des Johannes des Täufers. Es wird den Pilgern auf den Kopf gelegt, wodurch diese sich Hilfe bei Kopfschmerzen und anderen Kopf-Erkrankungen erhoffen.

Pfarrkirche „St. Martin“ in  Emersacker

Chor und Langhaus wurden im Jahr 1717 erbaut. An die Pfarrkirche St. Martin wurde 1725 eine Gnadenkapelle für die einst blühende, heute wiederbelebte Wallfahrt „Maria zum Blute“ angebaut.

 

„St. Johannes der Täufer“ in Adelsried*

Der Taufstein der Kirche, aus Sandstein gemeißelt, lässt in seiner Datierung nur noch die Ziffern „15“ erkennen. Er dürfte somit aus der Zeit des Kirchenbaus um 1591 stammen. Von Interesse für den Besucher ist auch das im Rahmen von Renovierungsarbeiten freigelegte Gebeinhaus in unmittelbarer Nähe des Kircheneingangs.

weitere sakrale Bauwerke:

Pfarrkirche „St. Leonhard“ in Reutern:

1724/1725 für 1642 Gulden erbaut; die Verlängerung des Langhauses sowie die Innenrestaurierung erfolgten 1901/1902. Reuterns Dreh- und Angelpunkt für den „St. Leonhardi-Ritt“.

Kapelle „Zu den 14 Nothelfern“ in Welden:

Die spätgotische Kapelle „zu den 14 Nothelfern“ liegt weithin sichtbar auf einer Anhöhe mitten im Weldener Friedhof. 1680 erhielt die Kapelle einen Barockaltar und eine Barockausstattung mit einem Deckenfresko, das Welden darstellt. Der Barockaltar wurde 1967 ein Raub der Flammen.

 

HINGUCKER

Angerdorf Baiershofen mit Pfarrkirche St. Leonhard

Altenmünsters Ortsteil Baiershofen entstand als Rodungssiedlung in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts unter Leitung des Klosters Fultenbach. Das Angerdorf gilt als geschütztes Ensemble einer charakteristischen Rodungssiedlung der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts vom mittelschwäbischen Typus und ist einer der besterhaltenen Dorfanger in Bayern. Am westöstlich ausgerichteten Anger liegen auf jeder Seite je etwa 25 alte Anwesen, deren Wohnhäuser als Satteldachbauten giebelständig zum Anger stehen. Der Angerstreifen weist mit seinen Rasenflächen, mit den Obst- und Nußbäumen auf seinen ursprünglichen Charakter hin. Im Laufe der Geschichte wurden jedoch die historischen Löschteiche verfüllt und das Armenhaus, das vor der Kirche entstanden ist, wieder entfernt.
Die Pfarrkirche St. Leonhard, ein 1730 geweihter barocker Bau über älteren Teilen, erhebt sich freistehend, vom Friedhof umgeben, in der Mitte des Angers und beherrscht das Ensemble. Sehenswert sind die Fresken und Kreuzwegbilder von Dominikus Zimmermann.

 

Das Malzer-Haus in Adelsried

Das Malzer-Haus in Adelslried, Gartenstraße 17, ist mit einem Skulpturenpark umgeben und zeigt eine Auswahl an Arbeiten aus allen Schaffensperioden des Künstlers. Die umfangreiche Retrospektive aus den Bereichen Skulptur, Grafik, Malerei und Glas stellt die ungebrochen reiche Schaffenskraft und bodenständige Stiltreue Malzers unter Beweis.

Weitere Arbeiten Malzers, wie unter anderem die Jurastein-Skulpturen "Sich Aufrichten" vor dem Rathaus Adelsried oder die Gemeindestelen entlang des Landrat-Dr.-Frey-Radwegs, sind in der gesamten Region zu finden.

 

Volkssternwarte Violau

Das Bruder-Klaus-Heim, ein Schullandheim der Diozöse Augsburg in Violau, besitzt eine Sternwarte mit Planetarium. Dort findet jährlich die Planetentagung der VDS-Fachgruppe Planeten statt. Die Sternwarte ist nach Vereinbarung geöffnet (Tel.: 08295/1079 o. -840).

 

Fernsehturm

Der Fernsehturm gilt heute mit seinen 158,5 Metern Höhe als Wahrzeichen Heretsrieds. Im Jahr 1983 wurde er in einer Höhenlage von 577,2 m ü. NN erbaut.Ganze 15 Kilometer von Augsburg entfernt befindet sich der Fernsehturm auf dem selbst 100 Meter hohem Staufenberg/Staufersberg zwischen Bonstetten und Heretsried.In einer Höhe von 75 Metern befindet sich eine Betriebskanzel, welche als Standort für das Digitale Fernsehen, dem Mobilfunk, dem Richtfunk und dem UKW dient. Heutzutage wird dieser von der Telekom AG genutzt.

 

NATURIDYLLE

Sträucherlehrgarten am Dreijauchertberg

Der am südöstlichen Eingang zum Weisinger Forst gelegene Sträucher-Lehrpfad wurde 2010 von den Bayerischen Staatsforsten (Revier Altenmünster) unter Mithilfe einer vierten Klasse der Grundschule Altenmünster angelegt. Ein Rundweg ermöglicht auf kleinster Fläche die Vielfalt der Pflanzenwelt eines Waldrandes im Laufe des Jahres (Knospen, Blüten, Früchte, usw.) zu erkunden und zu erleben. An einer Übersichtstafel und aufklappbaren Schildern kann der Waldbesucher sein Wissen über Flora und Fauna eines naturnah aufgebauten Waldmantels testen und erweitern. Ein überdachter Sitzplatz bietet einen herrlichen Ausblick auf das Zusamtal und eine kleinen Brotzeithütte lädt ein, die Stimmung dieses malerischen Ortes einzufangen.

 

 

Biotopverbund Weisinger Forst

Ein von den Bayerischen Staatsforsten nachhaltig angelegten Biotopverbund der besonderen Art findet der Naturliebhaber in dem weitläufigen Areal des Staatswaldes im Nordwesten von Altenmünster. Ausgangspunkt ist das zuletzt im Revier Altenmünster gestaltete Trittsteinbiotop an der Sternhütte, ca. zwei Kilometer nordwestlich von Hennhofen. In den letzten zwei Jahrzehnten konnte im Bereich des Weisinger Forstes eine Vielzahl von Feuchtflächen der Natur zurückgegeben oder als so genannte Himmelsteiche neu geschaffen werden. Vor Ort informiert eine Eichen/Lärchenholztafel den Erholungssuchenden über die Fauna und Flora der Feuchtflächen sowie deren Standorte.

Ein Rundweg am Weisinger Forstbach entlang von renaturierten Flächen sowie die Hütte am Vopeliusstern mit dem neugestalteten Umgriff laden ebenfalls zum Erkunden und Verweilen ein.

 

Eisweiher

Die Eisweiher liegen als natürliches Kleinod zwischen den Gemeinden Emersacker und Lauterbrunn. Dank der hervorragenden Wasserqualität und der Lage ist hier ein wertvolles Biotop entstanden, das vielen geschützten Arten Lebensraum bietet: Neben Bibern und Eisvögeln leben hier  Molche, Grasfrösch und Gelbbauchunken.

 

Der Kirchberg: Ehemalige Burg beim Eglesee

Der Eglisee befindet sich zwischen den Gemeinden Lützelburg und der Gemeinde Heretsried auf dem sogenannten Kirchberg, auf welchem eine ehemalige Burg früher über dem Tal des Biberbaches emporragte. An dieser Stelle war einst ein Moorgebiet, welches jedoch aufbereitet und als Fischweiher genutzt wurde. Mittlerweile ist es ein natürliches Biotop und wird seit Ende letzten Jahrhunderts nicht mehr als Weiher genutzt.
Seit Ende des letzten Jahrhunderst wird der Eglisee nicht mehr als Fischweiher genutzt, sondern hat sich zum natürlichen Biotop entwickelt. Das Gebiet zwischen Bonstetten und Heretsried war einst ein Königsgut. Somit ist es nicht verwunderlich, dass auf dem Kirchberg einst eine Burg stand, welche durch sichtbare Erdwälle und Mulden zu erahnen ist. Eine Grabung brachte Ziegelsteine, Sandsteine sowie Dachplatten der Burg hervor, welche durch eine Brandschicht überdeckt war. Die Hauptachse der gesamten Anlage von West nach Ost ist 135 Meter lang. Die steilen Hänge, welche in dem ehemaligen Sumpf- und Moorgelände mündeten, machten es Eindringlingen schwer.
Die Burg ist nicht urkundlich erwähnt, jedoch wird davon ausgegangen, dass dort das Geschlecht der Lützelburger Ritter und Ministerialen ansässig war. Es wird angenommen, dass die Burg im 11. Jahrhundert erbaut wurde. Aufgefundene Keramiken der Burg weisen auf eine Niederlassung im Zeitraum vom frühen 13. bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts hin.

 


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