Wissenswertes

Kloster Maria Stern Emersacker

Die ehemalige Mädchenschule, ein großer Bau mit Schopfwalmdach und Ecklisenen, wurde von der aus Emersacker gebürtigen Gönnerin Otilia Wörner und Ehemann Josef gestiftet. Das 1903 errichtete Gebäude, eines der drei denkmalgeschützten Gebäude der Gemeinde, wird allgemein „das Kloster“ genannt. Im Obergeschoss befindet sich eine Hauskapelle mit Ausstattung in neuromanischem Stil. Heute wird das Kloster sowohl von der Pfarrgemeinde wie von der Kommune genutzt; im Erdgeschoss ist der gemeindliche Kindergarten untergebracht.

 

Schloss Emersacker

In der Ortsmitte thront das Schloss aus der Zeit um 1700, als Emersacker nach wechselhafter Herrschaftsgeschichte endgültig in den Besitz der Fugger überging. 1989 hat die Gemeinde die denkmalgeschützte Dreiflügelanlage erworben und dort u.a. das Rathaus, die örtliche Volkshochschule sowie im ehemaligen Brauereigebäude das Feuerwehrgerätehaus untergebracht; das Dachgeschoss des historischen Saalgebäudes dient heute als Gemeindesaal für kulturelle Veranstaltungen. Im barrierefreien Saalgebäude sind auch medizinische Praxen untergebracht.

 

Keltenschanze Reutern

Zeugnis ältester Besiedelung in unserem Raum; nördlich von Welden im Waldabteil „Jägergehau“ gelegen. Hier hatten sich Kelten im letzten Jahrhundert v. Chr. eine Viereckburg als Versammlungs- und Kultstätte eingerichtet. Eine typische Viereckschanze in den Maßen von ca. 90 x 90 m, mit klassischer Ausrichtung der Seiten und Eingang im Osten. Deutlich sichtbar die Reste erhöhter Wälle und Gräben um das Areal. Anfahrt: von der Ortsmitte Weldens aus in Richtung Reutern; an der dortigen Ortseinfahrt nach rechts (Richtung Zusamzell) abbiegen; nach etwa 1,5 km führt (rechts) ein Weg in den Wald. Schon nach wenigen Metern sind (wiederum rechterhand) die Wälle der Viereckschanze zu erkennen.

 

Schneeburg Welden

Wahrscheinlich schon zur Bronzezeit (etwa 1800-1200 v. Chr.) besiedelt. Die eigentliche Burg, deren Wall- und Grabenreste etwa 1,5 km südlich von Welden, auf einem markanten Ausläufer des Streitheimer Forstes und hoch über dem Laugnatal liegen, entstand im 9./10. Jhdt. nach Christus. Der Ausbau zur Trutz- und Fliehburg erfolgte in der Zeit der Ungarn-Einfälle. – Die Inaugenscheinnahme der wenigen hinterlassenen Spuren mag für manchen Interessenten enttäuschend sein; auch eine Folge des Umstands, dass die seinerzeitigen Schutzwälle aus Holz-Erde-Steinmauern ohne Mörtelbindung bestanden.

 

Burgstall auf dem Theklaberg in Welden

Die Burg über dem Laugnatal soll im 12. Jahrhundert als Sitz eines Dienstmannengeschlechtes der Markgrafen von Burgau entstanden sein. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Burg so stark zerstört, dass sie nicht wieder aufgebaut wurde. Unter Leopold Fugger begann 1659 der systematische Abbruch der Anlage. Größere Mengen des Abbruchmaterials nutze man für den Neubau des Bräuhauses  und den Wiederaufbau der im Krieg zerstörten Wohn- und Wirtschaftsbauten. Der Bergfried blieb damals noch erhalten; er wurde erst 1755 für den Neubau der Theklakirche abgebrochen. Die alte Burg über Welden kann man heute nur noch erahnen. Doch der Turm im Wappen des Marktes, der den Bergfried dieser Anlage darstellt,  erinnert noch heute an sie.

 


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